Unterschied zwischen vertikalen und horizontalen Windrädern
Der Unterschied
in der Aerodynamik zwischen vertikalen und horizontalen Hauswindrädern
betrifft im Wesentlichen, wie der Wind eingefangen und in Rotation
umgewandelt wird, sowie wie effizient das System arbeitet. Hier ein
Vergleich der beiden Typen in Bezug auf aerodynamische Aspekte:
Horizontale
Windräder (Horizontalachsen-Windkraftanlagen,
HAWT)
Aerodynamische Eigenschaften:
- Ausrichtung: Die Rotorachse ist horizontal und muss dem
Wind zugewandt sein.
- Blattprofil: Ähnlich wie Flugzeugtragflächen – sie
erzeugen durch Strömungsabriss und Auftrieb Drehmoment.
- Effizienz: Sehr hoch, typischerweise bis zu 45%
(Betz-Limit nahekommend).
- Strömungsverhalten: Funktioniert am besten bei
gleichmäßigem, ungestörtem Wind (offene Flächen, hohe Türme).
Vorteile:
- Hoher Wirkungsgrad bei optimaler
Ausrichtung.
- Gut erforschte Technologie mit
langjähriger Entwicklung.
Nachteile:
- Braucht eine aktive Ausrichtung zum
Wind (Yaw-Mechanismus).
- Funktioniert schlecht bei
turbulenten oder wechselnden Windrichtungen – typisch in Städten oder bei Häusern.
Vertikale
Windräder (Vertikalachsen-Windkraftanlagen,
VAWT)
Aerodynamische Eigenschaften:
- Ausrichtung: Rotorachse steht vertikal – Wind kann aus
jeder Richtung kommen.
- Blattprofil: Unterschiedliche Designs (z. B. Darrieus –
auftriebsgestützt; Savonius – widerstandsbasiert).
- Effizienz: Meist niedriger als bei HAWT,
typischerweise 10–35%, abhängig vom Typ.
- Strömungsverhalten: Funktioniert besser bei turbulenten
Windverhältnissen (z. B. in urbanen Gebieten).
Vorteile:
- Kein aktives Nachführen zur
Windrichtung nötig.
- Kann niedriger gebaut werden –
gut für Dächer und enge Räume.
- Leiser und wartungsfreundlicher, da
Generator oft bodennah.
Nachteile:
- Geringerer Wirkungsgrad bei gleichem
Wind.
- Start oft nur bei höheren
Windgeschwindigkeiten (je nach Typ).
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Die Spiral-
oder Helix-Form (z. B. twisted Savonius oder helikaler Darrieus)
verbessert die Aerodynamik auf mehrere Arten. Die Rotorblätter sind wie eine Schraube
oder Korkenzieher verdreht (kontinuierlich spiralisiert über die Höhe).
Die Helix-Windturbine (gleichmäßig verdreht) hat einen typischen Wirkubgsgrad
von 20-35 %. Das helikale (spiralförmige) Design verteilt die
Windkraft gleichmäßiger über die Rotation – dadurch wird das Drehmoment
sanfter und die Turbine läuft ruhiger. |
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Vorteile
gegenüber herkömmlicher 3-Blatt-Savonius:
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Merkmal |
Spiralwindturbine |
Klassische 3-Blatt-Savonius |
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Laufruhe / Drehmoment |
Gleichmäßiger, ruhiger Lauf |
Pulsierendes Drehmoment (ruckartig) |
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Strömungsverhalten |
Bessere Luftführung, weniger Wirbel |
Starke
Turbulenzen an den Blättern |
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Startverhalten |
Gut bei schwachem Wind |
Gut, aber unruhiger |
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Wirkungsgrad |
Höher, typ. 20–35 % |
Niedriger, meist 10–20 % |
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Schallentwicklung |
Leiser (weniger Druckschwankungen) |
Teils hörbare Windstöße |
Einige
Eigenschfaten der Vertikalachsen-Helix-Rotoren :
- Der Wind wird permanent aus allen
Richtungen aufgenommen, ohne dass eine Windnachführung benötigt wird
- Hohe Ausbringung auch bei geringem
Wind ab 2,8 m/s (10 km/h) Windgeschwindigkeit
- Starke Windböen werden problemlos
‚geschluckt’, aufwändige verstellbare Rotorblätter entfallen
- Auch bei Sturm muss die Anlage nicht
stillgelegt werden (andere Anlagen werden bei 24 m/s – 27 m/s gestoppt)
- Ausdauernde, ununterbrochene
Ausbringung bei starkem Wind.
- Die Anlage ist robust, zeigt kaum
Verschleiß, ist wartungsfrei und auch betriebskostengünstig, der
mechanische Aufbau ist nicht komplex
- Einsatz von
Permanentmagnetgeneratoren mit langer Lebensdauer und niedriger Drehzahl
- Hohe
Betriebszeiten
- Nahezu
geräuschfreier Betrieb
- Es gibt keinen dynamischen
Schattenwurf, wie er von horizontalen Windrädern bekannt ist.
- Äußerst geringes Start-Drehmoment und
damit gute elektromechanische Umsetzung der Bewegungsenergie
- Es sind keine besonderen Fundamente
notwendig, eine einfache Abspannung genügt in den meisten Fällen. Einfache
Installation als Boden-, Dach- und Wandmontage
- Der Einsatz modernster
Faserverbundwerkstoffe ermöglicht eine ultraleichtgewichtige Bauweise bei
höchster Festigkeit sowie UV-Beständigkeit und damit hohe Wirkungsgrade
- Modulare und hochflexible Bauweise
(Gleichteil-Baukasten-Prinzip). Einzelne Komponenten können jederzeit
ausgetauscht werden. Eine Leistungserhöhung durch Nachrüstung ist
jederzeit möglich
- Der spiralförmige Aufbau
(Helix-Struktur) bietet dem Wind zu jeder Zeit und bei jedem Winkel der
Rotation eine ausreichende Angriffsfläche
- Hochmoderne,
rationelle und kostengünstige Fertigung
- Leistungsoptimierung
mittels modernster Leistungselektronik
- Gleichförmige
Drehbewegung
- Keine mechanischen Verluste, da das
System ohne Getriebe arbeitet (direkte Kraftübertragung)
- Äußerst profitabel durch geringe
Anschaffungskosten, einfache Installation und wartungsfreien Betrieb mit
nahezu uneingeschränkter Lebenssdauer
- Sehr
guter aerodynamischer Wirkungsgrad
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